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Kommunalsteuergesetz |
Informationen zu den Änderungen im KommunalsteuergesetzÄnderungen im KommStG. 1993 ab 2002.Ab Jänner 2002 ist die Personalüberlassung durch ein inländisches Unternehmen sowie die Freibetrags- und Freigrenze neu geregelt (Abgabenänderungsgesetz 2001). Das BMF gibt zu verschiedenen Fragen seine Rechtsansicht bekannt. Über die gesetzlichen Bestimmungen hinausgehende Rechte und Pflichten werden durch diese Information nicht begründet. 1. Arbeitskräfteüberlassung1.1 AllgemeinesZwischen dem Österreichischen Gemeindebund, dem Österreichischen Städtebund und der Wirtschaftskammer Österreich besteht Konsens über die Neuregelung der Arbeitskräfteüberlassung. 1.1.2 § 2 KommStG idF AbgÄG 2001 lautet:§ 2. "Dienstnehmer sind: Personen, die in einem Dienstverhältnis im Sinne des § 47 Abs. 2 des Einkommensteuergesetzes 1988 stehen, sowie an Kapitalgesellschaften beteiligte Personen im Sinne des § 22 Z 2 des Einkommensteuergesetzes 1988. Personen, die nicht von einer inländischen Betriebsstätte (§ 4) eines Unternehmens zur Arbeitsleistung im Inland überlassen werden, insoweit beim Unternehmer, dem sie überlassen werden. Personen, die seitens einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zur Dienstleistung zugewiesen werden." 1.1.3 Inländischer ÜberlasserDer inländische Überlasser ist für Überlassungen ab 1. Jänner 2002 wieder - wie für die Zeit bis einschließlich 1999 - durchwegs Steuerschuldner. Inländischer Überlasser ist ein (in- oder ausländischer) Unternehmer, der eine inländische Betriebsstätte unterhält, von der aus die Arbeitskräfte überlassen werden. Der inländische Überlasser ist auch Steuerschuldner,
1.1.4 Ausländischer ÜberlasserUnverändert bleibt die geltende Regelung für die Arbeitskräfteüberlassung durch einen ausländischen Überlasser: Steuerschuldner bleibt der inländische beschäftigende Unternehmer. Siehe dazu die BMF-Information zur KommStG-Novelle 2001 vom 17.1.2001 (AÖF Nr 52/2001). Ausländischer Überlasser ist ein (in- oder ausländischer) Unternehmer, der für die Arbeitskräfteüberlassung keine inländische Betriebsstätte unterhält. Sollte das Unternehmen für die Personalüberlassung eine inländische Betriebsstätte unterhalten, dann liegt eine Überlassung durch einen inländischen Überlasser vor und hat dieser die Kommunalsteuer abzuführen. Mit der Anknüpfung an eine inländische Betriebsstätte wird die Arbeitskräfteüberlassung durch ein in- oder ausländisches Unternehmen gleich behandelt. Ohne Bedeutung ist Wohnsitz oder Staatsbürgerschaft der überlassenen Person. 1.2 Inländischer Überlasser1.2.1 § 6 und § 7 Abs. 1 KommStG idF AbgÄG 2001 lauten:§ 6: "Steuerschuldner ist der Unternehmer, in dessen Unternehmen die Dienstnehmer beschäftigt werden. Werden Personen von einer inländischen Betriebsstätte eines Unternehmens zur Arbeitsleistung überlassen, ist der überlassende Unternehmer Steuerschuldner. Wird das Unternehmen für Rechnung mehrerer Personen betrieben, sind diese Personen und der Unternehmer Gesamtschuldner; dies gilt auch für Mitunternehmer im Sinne des Einkommensteuergesetzes 1988." § 7 Abs. 1: "Das Unternehmen unterliegt der Kommunalsteuer in der Gemeinde, in der eine Betriebsstätte unterhalten wird. Werden Personen von einer inländischen Betriebsstätte eines Unternehmens einem Beschäftigter länger als sechs Kalendermonate zur Arbeitsleistung überlassen, so ist die Gemeinde, in der sich die Unternehmensleitung des Beschäftigers befindet, für Zeiträume nach Ablauf des sechsten Kalendermonates erhebungsberechtigt. Im Falle einer Arbeitsunterbrechung, die länger als einen Kalendermonat dauert, beginnt die Frist nach Ablauf des Kalendermonates der Beendigung der Arbeitsunterbrechung neu zu laufen. Wird eine neue Sechsmonatsfrist in Gang gesetzt, bleibt die bisherige Gemeinde
erhebungsberechtigt." 1.2.2 SechsmonatsregelungDie Neuregelung im § 7 KommStG trägt dem Wunsch der Wirtschaft Rechnung, dass nur bei länger andauernder Arbeitskräfteüberlassung (über mehr als sechs volle Kalendermonate) die Gemeinde, in der sich die Unternehmensleitung des Beschäftigers befindet, für Zeiträume nach Ablauf des sechsten Kalendermonates erhebungsberechtigt sein soll. Die Monatsregelung gilt nur für die Personalüberlassung durch einen inländischen Überlasser. Wird eine überlassene Arbeitskraft mehr als sechs volle Kalendermonate an ein bestimmtes in einer Gemeinde befindliches Unternehmen überlassen, dann ist die Gemeinde des Beschäftigerunternehmens ab dem 7. Kalendermonat erhebungsberechtigt (der Überlasser hat an diese Gemeinde die KommSt abzuführen). Die Frist beginnt erstmals mit 1. Jänner 2002 zu laufen. Im Rahmen der Arbeitskräfteüberlassung durch ein inländisches Unternehmen ist für die Monate Jänner bis Juni 2002 jedenfalls die "Überlassergemeinde" erhebungsberechtigt, das ist jene Gemeinde, in der sich die Geschäftsleitung des Überlassers befindet bzw. in der eine Betriebsstätte unterhalten wird, von der aus die Arbeitskräfte überlassen werden. Die Sechsmonatsregelung ist auf die Überlassung an Nichtunternehmer nicht anwendbar; diesfalls ist die KommSt vom Überlasser an die Überlassergemeinde zu entrichten. Beispiel 1: Wiener Unternehmen überlässt eine Person ab 15.2.2002 auf Dauer an Unternehmen in Linz. Die Sechsmonatsfrist für Linz beginnt mit 1.3.2002. KommSt.:
Beispiel 2: Eine Arbeitskraft einer Schwechater Personalvermietung ist seit Mai 2001 durchgehend in Wien bei den Unternehmen A, B und C tätig, aber nur beim Unternehmen A mehr als 6 Kalendermonate im Kalenderjahr 2002 (vom 1. Februar bis 20. Oktober). KommSt. für Zeiträume ab 1.1.2002:
Die gesetzliche Regelung stellt auf die Gemeinde ab, in der sich die Unternehmensleitung des Beschäftigers befindet. Dies bedeutet: In welcher Betriebsstätte des Beschäftigers die überlassene Arbeitskraft tatsächlich eingesetzt wird, hat im Rahmen der Überlassung durch einen inländischen Überlasser keine Bedeutung (Vereinfachungsmaßnahme). Daher hat der Überlasser, wenn die Sechsmonatsregelung wirksam wird, die KommSt immer an jene Gemeinde abzuführen, in der sich die Unternehmensleitung des Beschäftigers befindet. Beispiel 3 Überlassung von Arbeitskräften an Energieversorgungsunternehmen mit (vielen) Außenstellen (Betriebsstätten, uU mehrgemeindlichen) in vielen Gemeinden, darunter die Gemeinde der Geschäftsleitung des Überlassers. KommSt.:
Beispiel 4 Personalfirma in Salzburg überlässt an Linzer Baufirma ab 16.2.2002 auf Dauer eine Person. Diese wird 2 Kalendermonate in Schärding und 7 Kalendermonate in Wels eingesetzt, in Linz wird sie nicht tätig. Ob die Baustellen Betriebsstättencharakter haben, ist nicht maßgeblich. KommSt.:
1.2.3 Arbeitsunterbrechung, BeschäftigerwechselUnter Arbeitsunterbrechung fällt jede Art der Unterbrechung, zB krankheits-, wetter-, urlaubsbedingt. Keine Arbeitsunterbrechung ist die Überlassung an ein anderes Unternehmen (Beschäftigerwechsel); diesfalls beginnt die Sechsmonatsfrist auch dann neu zu laufen, wenn sich die Unternehmensleitung des neuen Beschäftigers in derselben Gemeinde befindet. Ist eine Gemeinde aufgrund der Neuregelung ab dem 7. Kalendermonat erhebungsberechtigt, und wird dann eine neue Sechsmonatsfrist in Gang gesetzt, ist die Gemeinde
Beispiel 5 Wiener Unternehmen überlässt vom 1.1. bis 20.7.2002 dieselbe Arbeitskraft an das Unternehmen A in Graz und ab 21.7. an das Unternehmen B in Graz. KommSt.:
Beispiel 6 Linzer Unternehmen überlässt Arbeitskraft ab 14.1.2002 an Unternehmen in Wels. Am 20. 8. tritt Arbeitsunterbrechung ein, die bis 25.9.2002 andauert. Danach ist die Arbeitskraft für denselben Unternehmer in Wels weiter tätig, für einen anderen Unternehmer in Wels tätig. Zu a) KommSt.:
Zu b) KommSt:
Beispiel 7 Linzer Unternehmen überlässt Arbeitskraft ab 14.1.2002 an Unternehmen in Wien. Die Sechsmonatsfrist für Wien beginnt mit 1.2. Am 20.8. tritt Arbeitsunterbrechung ein, die bis 3.10.2002 andauert. Danach ist die Arbeitskraft für denselben oder einen anderen Unternehmer in Wien tätig. KommSt.:
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